Full-Dive schon bald möglich!

Discussion in 'Offtopic' started by Sn1p0r, Jul 28, 2015.

  1. xSou1kingx

    xSou1kingx

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    Wenn man jetzt aus Spekulationen davon ausgehen würde, dass es möglich wäre, ein Gerät zu entwickeln und herzustellen, welches exakt dieselben Nervensignale parallel zu den eigentlichen Nervensignalen schickt und empfängt, damit sich der Körper nicht an diese umgewöhnen muss, sondern schon weiß, was für Signale das sind, dann wäre man theoretisch ja schon ein Schritt näher, oder nicht?

    Natürlich steht dann in Frage, inwiefern das Gehirn dann auch mitmacht, wenn man die eigentlichen Nervensignale parallel zu exakt-identischen, künstlichen Signalen schaltet. Auch die Frage, welche Nervensignale überhaupt angesprochen werden müssen, steht dann noch in Frage, da die Forschung bestimmt noch nicht so tief vermascht ist, dass man schon spezielle Nervensignale "ab- oder anschalten" kann, damit diese dann in eine Art Koma fallen.

    Andererseits, man müsse einen sehr großen Durchbruch in der Forschung erlangen, um überhaupt mit Nervensignalen rumspielen zu können, ohne den Menschen der betroffenen Nervensignale zu verletzen oder zu beeinträchtigen.

    Hier wird noch nachgearbeitet werden müssen, das soll es erstmal von meiner Seite aus sein.

    - xSou1kingx / Jul

    P.S.
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  2. Denian

    Denian Minor Local Deity of Sarcasm | WebDev Staff Member Administrator Halloween VIP Dark Green VIP Black VIP Young Knight Seasoned Adventurer

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    Ja, ungefähr das wäre wahrscheinlich der erste sinnvolle Trainingsschritt in der Variante, von der ich rede. Ich erkläre kurz die Unterschiede und warum sie nötig sind.

    Erstens willst du nicht die gleichen Signale senden, sondern Signale, die das gleiche bedeuten. Das hat zwei Gründe:
    - Die gleichen Signale zu senden würde bedeuten, dass du z.B. über den Sehnerv die Signale senden würdest, die dein Auge sendet. Da es aber wesentlich einfacher ist, Signale zu senden, als gesendete Signale zu unterdrücken, willst du einen komplett neuen Bereich des Gehirns ansprechen, was der erste Unterschied im Signal ist.
    - Die genauen Signale, die von den Sinnesorganen ans Gehirn geschickt werden, sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Um Probleme zu vermeiden, willst du aber das Maschinensignal immer auf die gleiche Art schicken. Selbst wenn deine Augen und zwei hypothetische Kameras in der Nähe deiner Augen also das gleiche sehen willst du nicht, dass die Kameras das gleiche Signal senden wie die Augen, sondern eins, das das Gerät fehlerfrei generieren und das Gehirn einfach verstehen kann.

    Zweitens, weil du also gezwungen bist, einen neuen Gehirnbereich zu trainieren, musst du mit wesentlich schwächeren Signalen anfangen und dich langsam hocharbeiten. Wenn du dabei ausreichend langsam vorgehst müsste es möglich sein, einen Schockzustand zu vermeiden.

    Nicht zuletzt fehlt noch eine Methode, die virtuellen "Muskeln" zu trainieren. Das bedeutet, dass du irgendwann (wahrscheinlich möglichst früh, um eine falsche Eingewöhnung zu vermeiden) anfangen musst, die virtuelle Umgebung gegenüber der realen zu verändern, bis der virtuelle Körper vollständig separat vom realen ist.
     
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  3. Irdea

    Irdea

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    Wie wäre es mit einem anderen Ansatz? Wir nutzen eine VR-Brille um die virtuelle Umgebung zu kreieren. Dann gibt es noch einen Anzug, um das Sinnesorgan Haut zu reizen. Alternativ wäre für den Kopf auch ein Helm da. Dann hat man gleich alles in der Nähe. Geräusche an den Ohren, Geruch an der Nase. Na gut, Geschmack wüsste ich jetzt nicht.
    Und für die Bewegungen... was ist mit der Technologie, die in den Kampfrobotern aus Pacific Rim Uprising verwendet wurde? Damit lassen sich doch alle Bewegungsabläufe machen lassen, oder nicht?
     
  4. Denian

    Denian Minor Local Deity of Sarcasm | WebDev Staff Member Administrator Halloween VIP Dark Green VIP Black VIP Young Knight Seasoned Adventurer

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    Ich gebe offen zu, Pacific Rim nicht gesehen zu haben, aber Bewegungserkennung ist heutzutage schlimmstenfalls ein Platz- oder Ressourcenproblem; Technologie dafür haben wir in mehr als genug unterschiedlichen Varianten.

    Was du beschreibst, ist ein "konventioneller" FullDive. Teile der Technik - Displays, Kopfhörer, Bewegungserkennung - existieren, an anderen - haptisches Feedback, Geruchssimulation - wird immer weiter geforscht. Der größte Nachteil an "konventioneller" Technik ist, dass sie viel Platz einnimmt und deshalb wahrscheinlich nie wohnzimmertauglich wird, zumindest nicht im FullDive-Ausmaß. Der zweitgrößte Nachteil ist, dass jedes zusätzliche Interface auch zusätzliche Rechenleistung benötigt. Und der drittgrößte ist, dass verschiedene Hersteller von Technologie, die den gleichen Zweck erfüllt, sich nie auf eine einheitliche Softwareschnittstelle einigen, weshalb unterschiedliche Hardwarekombinationen in den meisten Fällen nicht (oder nur teilweise) unterstützt werden.

    Trotzdem ist dieser Ansatz für die vorhersehbare Zukunft der realistischere, ja.
     
  5. Norken

    Norken

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    Nun ich möchte eigentlich kein Thema wiederbeleben das eigentlich tot diskutiert wurde.

    Ich bin auch der Meinung das FullDive eher eine unrealistische Nahezukunftsvorstellung ist, deswegen glaube ich auch nicht daran das es dies in nächste Zukunft geben wird. Doch anstatt mir den Kopf zu zerbrechen welche Bereich im Gehirn dafür alle stimuliert, ausgelesen und verstanden werden müssen wäre meine rangehensweise eine völlig andere als Forscher:

    Ich weis nicht wer von euch dies tatsächlich kennt, doch ich persönlich kenne dieses Phänomen von mir selbst. Bewusst Wahrnehmen das man in einem Traum ist, also quasi ist es eigentlich ein Wachtraum wie es hier schon erwähnt wurde. Doch geht man sogar davon weg und geht einfach über zu Träumen. Jeder von uns hat sicherlich schon geträumt, oft auch Sachen die völlig unrealistisch sind. Doch eins was ich aus Träumen gelernt habe ist, das die Dinge die darin passieren sich echt anfühlen, bis zu dem Moment an den Mann erwacht.

    So was will der Kerl eigentlich jetzt damit sagen könnte sich jemand fragen? Nun in Träumen sind alle Aspekte die man für ein FullDive braucht. Bewegung, eine Umgebung und alle Sinneseindrücke. Heißt, ja ich muss vielen meiner Vorredner zustimmen, bevor es einen FullDive geben kann muss das ganze Gehirn erforscht werden und der Mensch muss verstehen wie Träume genau entstehen. Träume machen auch eine Paralyze unnötig, denn wenn man Träumt bewegt man sich wenn überhaupt nur minimal im Bett und ich habe mich noch nie verletzt weil ich sehr intensiv geträumt habe. Nun gut, also hat man also Verstanden wie ein Traum funktioniert könnte man diese durch ein Gerät künstlich erzeugen. Was natürlich weit hergeholt klingt und deswegen meiner Meinung nach auch all zu bald nicht funktionieren wird. Ich versuche nur eine Methode zu Schildern die nicht so endgültig klingt wie die von Denian.

    So Vorteile:
    1. Wie schon gesagt in Träumen ist bereits alles vorhanden was man für ein FullDive benötigt und unser Gehirn ist schon sehr gut imstande sehr realistische und krasse Träume zu erzeugen und erbringt somit die Rechenleistung dafür von selbst. Heißt die FullDive-Technologie müsste tatsächlich nur die nötigen Daten für den Traum selbst errechnen.
    2. Das Ausloggen wäre auch kein Problem wie bei anderen Methoden, denn das Gerät müsste nur die Traumphase beenden und den Mensch einfach wieder erwachen lassen.

    Nachteile: (Die Wohl wichtigere Kategorie)
    1. Da ich in meinen Privatleben Krankenpfleger in der Psychatrie bin sehe ich das ganze Kritisch, bisher ist bekannt das Träume dazu da sind das geschehen des Tages zu verarbeiten. Deswegen stehe ich dem ganzen kritisch gegenüber, da jede Form von FullDive auch einen extreme Auswirkung auf die Psyche haben könnte. Denn unsere Psyche ist noch unerforschter als unser Gehirn.
    2. Missbrauch des Programms um jemanden mit Alpträumen zu foltern.
    3. Missbrauch des Programms um Träume so zu formen das sie reale Ereignisse simulieren um einer Person falsche Informationen in den Kopf zu pflanzen, wieso ich davon ausgehe das dies möglich ist? Jeder von uns hatte mal den Absolut realistischen Traum das man verschlafen hat, oder irgendein Mist auf der Arbeit gebaut hat. Meistens ist dabei gut das man dann erwacht und merkt das alles war nur ein Traum. Doch konstruiert man ein ganzes Geflecht aus falschen Tatsachen die am ende auch noch erklären wieso man in seinen Bett aufwacht oder irgendwo anders, wird es für einen selbst schon kritischer zu erkennen das alles nur ein Traum war.

    So da dies alles nur rein Theoretisch ist bin ich auch nicht der Überzeugung das dies alles möglich wäre. Doch meiner Meinung nach, bietet unser "Traumzentrum" bereits alles was man für ein FullDive braucht. Man müsste nur wissen wie man jenes stimulieren auslesen und mit dem Netzverbinden könnte und das ist schon eine große Menge was meine erste Aussage nur bekräftigt. Wir sind noch weit von einem FullDive entfernt.
     
  6. Denian

    Denian Minor Local Deity of Sarcasm | WebDev Staff Member Administrator Halloween VIP Dark Green VIP Black VIP Young Knight Seasoned Adventurer

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    Autsch. Du springst in die ganz komplexe Variante.

    Fangen wir mit dem Vorteil dieser Variante an: Sie würde tatsächlich weniger Rechenleistung, und vor allem Grafikleistung, benötigen.

    Damit sind wir aber auch direkt beim Nachteil. Träume funktionieren durch Assoziation. Du kannst im Traum Dinge "sehen", weil das Aussehen des Gegenstands Teil dessen ist, was du mit diesem Gegenstand assoziierst.

    Vorteil: In dem Moment, in dem du den Spieler dazu kriegst, an ein Objekt zu denken, sind Aussehen, Gewicht etc. automatisch in dem Ausmaß da, in dem der Spieler sie mit diesem Objekt assoziiert.
    Nachteil: Diese Assoziationen sind von Person zu Person unterschiedlich. "Ball" ist bei einer Person ein Fußball, bei der nächsten ein Strandball, bei der dritten ein Tanzereignis...
    Nachteil: Du hast keine Kontrolle darüber, wo ein Gegenstand platziert wird. Als Versuch: nimm dir ein Bild mit mehreren Gegenständen und sag jemand anderem, er soll die Gegenstände auf einem leeren Blatt so einzeichnen (Skizze), wie du es beschreibst - in den meisten Fällen wird die Anordnung anders sein.
    Nachteil: Du kannst nur Objekte verwenden, die der Spieler bereits kennt - neue Gesichter, Stimmen, Tiere etc. kannst du nicht einfach hinzufügen.

    Darüber hinaus brauchst du natürlich immer noch Technologie, die den richtigen Gedanken im Gehirn anstößt. Insgesamt also mindestens so komplex wie die andere Neurotechnologie-Variante.